ONLINE MAGAZIN - 12 JAHRE RADIO SSC HARZ | DAS ORIGINAL AUS ILSENBURG, DEM HARZ | Internethoerfunk aus SACHSEN-ANHALT | RADIO hören leicht gemacht - Radio SSC DER HARZRUNDFUNK | Internethoerfunk aus SACHSEN-ANHALT | TEUFLISCH GUT AUS SACHSEN-ANHALT, HARZ | #moderndenken | LIVE ON AIR

STETS GUTE UNTERHALUNG MIT RADIO SSC (Harz) >>> H Ö R E N<<<
Wir haben den Eindruck, dass du einen ausgezeichneten Musikgeschmack hast.
Direkt zum Seiteninhalt

117. Geburtstag Filmschauspielers Georgi Franzewitsch Milljar

12 JAHRE RADIO SSC HARZ | DAS ORIGINAL AUS ILSENBURG, DEM HARZ | Internethoerfunk aus SACHSEN-ANHALT | RADIO hören leicht gemacht - Radio SSC DER HARZRUNDFUNK | Internethoerfunk aus SACHSEN-ANHALT | TEUFLISCH GUT AUS SACHSEN-ANHALT, HARZ | #moderndenken | LIVE ON AIR

Heute ist der 117. Geburtstag des sowjetischen bzw. russischen Theater- und Filmschauspielers † Georgi Franzewitsch Milljar
(* 7. November 1903 in Moskau, Russisches Kaiserreich; † 4. Juni 1993 ebenda,Russische Föderation).



Milljars Vater, ein französischer Brückenbauingenieur, starb in Jalta als Georgi zwei Jahre alt war. Seine Mutter Elisabeth Schurawljow, Tochter eines Goldminenarbeiters, zog mit ihm nach Gelendschik. Milljar wuchs ohne materielle Nöte abwechselnd hier und in Moskau auf, er beherrschte bereits in jungen Jahren drei Sprachen.

Nach der Oktoberrevolution arbeitete er zunächst in Gelendschik als Ausstatter an einem Theater und trat 1920 erstmals als Schauspieler auf. Seine Debütrolle war, im Rahmen einer Krankheitsvertretung, die des Aschenputtel. Von 1924 bis 1927 studierte Milljar in Moskau an der Schauspielklasse des Theaters der Revolution (Театр Революции; 1943 umbenannt in Moskauer Dramatisches Theater und 1954 in Majakowski-Theater), das 1922 von Wsewolod Meyerhold gegründet worden war und 1924 unter der Leitung von Waleri Bebutow (1885–1961) stand. Danach gehörte Milljar von 1927 bis 1938 zum Ensemble dieses Theaters, das in dieser Zeit u. a. von Alexei Popow (1892–1961) und später von Maxim Schtrauch geleitet wurde. Nach dem Großen Vaterländischen Krieg gehörte er von 1945 bis 1952 dem Moskauer Theater-Studio der Filmschauspieler (Театр-студия киноактёра; 1990 umbenannt in Theater der Filmschauspieler und seit 1992 Staatliches Theater der Filmschauspieler[4]) an.

Seit 1929 war Milljar auch in Filmen als Darsteller tätig. Besonders prägend waren seine Rollen in den Ende der 1930er Jahre aufkommenden Verfilmungen russischer Märchen und Sagen. Dabei war seine Kooperation mit dem Regisseur Alexander Rou besonders fruchtbar. Beide hatten bereits 1932 in Marionetten zusammengearbeitet, an dem Rou als Regieassistent beteiligt war.[5] In dessen erstem Märchenfilm Der Zauberfisch (1938) gab Milljar den Zaren und wirkte danach in mehr als einem Dutzend seiner Filme mit. Hier hatte der auf groteske Charaktere spezialisierte Mime auch seine populärsten Rollen: die Sagenfigur Kaschtschei im zu Kriegszeiten in Kasachstan gedrehten Der unsterbliche Kaschtschai (1944/45) sowie in Feuer, Wasser und Posaunen (1968) und vor allem die Rolle der Hexe Baba Jaga, die Milljar bereits 1939 in Rous erstem großen Erfolg Die schöne Wassilissa verkörperte und dann erneut in den zwischen 1964 und 1971 entstandenen Märchenfilmen Rous (Abenteuer im Zauberwald, Feuer, Wasser und Posaunen und Der Hirsch mit dem goldenen Geweih). Milljar war an allen Märchenfilmen Rous beteiligt und verkörperte nicht selten mehrere Rollen pro Werk. Zu seinem Schaffen zählen außer Märchen- und Kinderfilmen auch diverse Abenteuerfilme und historische Werke. Milljars Traum, auch bedeutende anspruchsvolle Rollen zu geben, erfüllte sich jedoch nicht.[6]
Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit war Milljar mehrfach als Synchronsprecher an Animationsfilmen sowie den russischsprachigen Fassungen ausländischer Filme beteiligt, u. a. an Der Hauptmann von Köpenick, Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis und Der lange Ritt zur Schule. Seine Filmografie umfasst über 200 Werke, er stand noch bis kurz vor seinem Tod vor der Kamera.

1988 wurde ihm der Titel Volkskünstler der RSFSR (Народный артист РСФСР) verliehen.
Milljar starb rund drei Monate vor seinem 90. Geburtstag und wurde auf dem Friedhof Trojekurowo in Moskau beigesetzt.

Filmografie (Auswahl) von Georgi Franzewitsch Milljar

  • 1934: Petersburger Nacht (Peterburgskaja notsch) – Regie: Grigori Roschal, Wera Strojewa
  • 1938: Der Zauberfisch (Po schtschutschemu weleniju) – Regie: Alexander Rou
  • 1939: Das goldene Schlüsselchen (Solotoi kljutschik) – Regie: Alexander Ptuschko
  • 1940: Die schöne Wassilissa (Wassilissa Prekrasnaja) – Regie: Alexander Rou
  • 1940: Der erste Präsident (Jakow Swerdlow) – Regie: Marija Itkina, Sergei Jutkewitsch
  • 1941: Das Wunderpferdchen (Konjok-gorbunok) – Regie: Alexander Rou
  • 1945: Der unsterbliche Kaschtschai (Kaschtschai bessmertny) – Regie: Alexander Rou
  • 1948: Ihr großer Tag (Perwoklassnitsa) – Regie: Ilja Fres
  • 1950: Der Fall von Berlin (Padenije Berlina) (2. Teil)
  • 1952: Mainacht (Maiskaja notsch, ili Utoplenniza) – Regie: Alexander Rou
  • 1953: Das Frühstück beim Anführer (Sawtrak u predwoditelja) – Regie: Anatoli Rybakow
  • 1954: Im Eismeer verschollen (Morje studjonoe) – Regie: Juri Jegorow
  • 1955: Stechfliege (Owod) – Regie: Alexander Fainzimmer
  • 1955: Die Entscheidung von Buchara (Kruschenije Emirata) – Wladimir Bassow, Latif Fajsijew
  • 1955: Der weiße Pudel (Bely pudel) – Regie: Marianna Roschal, Wladimir Schredel
  • 1955: Das Schicksal des Trommlers (Sudba barabanschtschuka) – Regie: Wiktor Eisymont
  • 1956: Драгоценный подарок – Regie: Alexander Rou
  • 1957: Die Abenteuer des gestiefelten Katers (Nowyje pochoschdenija Kota w sapogach) – Regie: Alexander Rou
  • 1957: Das Duell (Pojedinok) – Regie: Wladimir Petrow
  • 1958: Neue Attraktionen (Nowy attraktiony) – Regie: Boris Dolin
  • 1958: Tierfänger / Raubtierfänger (Sweroloby) – Regie: Gleb Nifontow
  • 1958: Das Mädchen mit der Gitarre (Dewuschka s gitaroi) – Regie: Alexander Fainzimmer
  • 1958: Die Hauptmannstochter (Kapitanskaja dotschka) – Regie: Wladimir Kaplunowski
  • 1958: Die Neunzehn (Junost naschich otzow) – Regie: Michail Kalik & Boris Ryzarew
  • 1958: Das gestohlene Glück (Sampo) – Regie: Alexander Ptuschko
  • 1959: Aufstand in den Bergen (Lawina s gor) – Regie: Wassili Schurawljow
  • 1959: Die verzauberte Marie (Marja-iskusniza) – Regie: Alexander Rou
  • 1959: Ein Menschenschicksal (Sudba tscheloweka) – Regie: Sergei Bondartschuk
  • 1959: Verschlossene Lippen (Mumu) – Regie: Anatoli Bobrowski, Jewgeni Teterin
  • 1962: Die Nacht vor Weihnachten (Wetschera na chutore blis Dikanki) – Regie: Alexander Rou
  • 1963: Häuptling der Rothäute (Delowyje ljudi) – Regie: Leonid Gaidai
  • 1963: Im Königreich der Zauberspiegel (Korolewstwo kriwych serkal) – Regie: Alexander Rou
  • 1963: Der blinde Vogel (Slepaja ptiza) – Regie: Boris Dolin
  • 1964: Abenteuer im Zauberwald (Morosko) – Regie: Alexander Rou
  • 1966: Entführung im Kaukasus (Kawkaskaja plenniza, ili Nowyje prikljutschenija Schurika) – Regie: Leonid Gaidai
  • 1966/67: Krieg und Frieden (Woina i mir) – Regie: Sergei Bondartschuk
  • 1967: Aladins Wunderlampe (Wolschebnaja lampa Aladdina) – Regie: Boris Ryzarew
  • 1968: Feuer, Wasser und Posaunen (Ogon, woda i… mednyje truby) – Regie: Alexander Rou
  • 1970: Das alte Haus (Stary dom) – Regie: Boris Bunejew
  • 1970: Die schöne Warwara (Warwara-krassa, dlinnaja kosa) – Regie: Alexander Rou
  • 1972: Geraubte Schätze (Dostojanije respubliki) – Regie: Wladimir Bychkow
  • 1973: Der Hirsch mit dem goldenen Geweih (Solotyje roga) – Regie: Alexander Rou
  • 1973: Wie tausend Sonnen (TV) – Regie: Lothar Dutombé
  • 1975: Finist – Heller Falke (Finist – jasnyje sokol) – Regie: Gennadi Wassiljew
  • 1976: Der diebische König (Poka bjut tschasty) – Regie: Gennadi Wassiljew
  • 1979: Herbstglocken (Osennie kolokola) – Regie: Wladimir Gorikker
  • 1980: Abenteuerliches Labyrinth (Wetscherny labirint) (Stimme) – Regie: Boris Buschmelew
  • 1981: So ein Störenfried (U matrosow njet woprosow) – Regie: Wladimir Rogowoi
  • 1982: Der Sechste (Schestoi) – Regie: Samwel Gasparow
  • 1983: Комета – Regie: Ritschard Wiktorow
  • 1984: Ein Babysitter fällt vom Himmel (Meri Poppins, do swydanja) – Regie: Leonid Kwinikidse
  • 1986: Am Sankt-Nimmerleinstag (Posle doshditschka w tschetwerg) – Regie: Michail Jusowski

Handlung:
"Abenteuer im Zauberwald", ein Märchenfilm aus dem Jahr 1964 von Aleksandr Rou mit Aleksandr Khvylya, Natalya Sedykh und Eduard Izotov.

ORIGINALTITEL: Morozko (Морозко)


Die schöne junge Nastjenka, genannt Nastja, lebt bei ihrem Vater und ihrer bösen Stiefmutter, die sie ausnutzt und ständig zur Arbeit antreibt, während sie ihre eigene, wenig ansehnliche Tochter Marfuschka verwöhnt und verhätschelt. Die beiden Mädchen sind im heiratsfähigen Alter, aber die Stiefmutter versteckt und verkleidet Nastja, damit niemand sieht, wie schön sie ist im Gegensatz zu Marfuschka. Ihren Ehemann, den Vater von Nastjenka, hält sie erfolgreich unter dem Pantoffel, indem sie ihn immer wieder einzuschüchtern versucht.

In einem anderen Dorf lebt Iwan, der zwar das Herz am rechten Fleck hat, jedoch ein eitler Prahlhans ist, zusammen mit seiner armen alten Mutter. Iwan will in die Welt hinausziehen und legt sich dabei auch gleich mit ein paar Räubern an, deren Knüppel er in den Himmel wirft. Als Nächstes trifft er ein kleines Waldmännlein, das mit ihm Verstecken spielen will und ihm schließlich Pfeile und einen Bogen schenkt. Iwan ist jedoch viel zu stolz, sich dafür zu bedanken und erwidert, er solle sich doch einen Bären suchen, der sich ihm vielleicht zu Füßen werfen werde.

Auf einem großen Stein liest Iwan, dass er einem Federchen folgen soll, um sein Glück zu finden. Er schießt daraufhin einen Vogel, zupft diesem eine Feder aus und lässt sie vom Wind tragen. Das Federchen führt ihn an einen Fluss, wo er Nastja kennenlernt, in die er sich sofort verliebt. Nastja will zunächst nichts von ihm wissen, da sie seine Prahlereien nicht erträgt. Als er nun, um ihr zu imponieren, eine Bärenmutter erschießen will, stülpt Nastja ihm einen leeren Wassereimer über den Kopf und im selben Moment verwandelt ihn das Waldmännlein in einen Bären. Da Iwan dies fälschlicherweise Nastja zuschreibt, beschimpft er sie furchtbar und läuft schnell davon. Nastja bleibt völlig verstört zurück.
Iwan liest gerade auf dem großen Stein, dass die Verzauberung in einen Bären die Strafe für seine Eitelkeit ist als ihm das Waldmännlein erneut begegnet und ihm nahelegt, auch einmal anderen etwas Gutes zu tun. Iwan versteht die Worte des Männleins so, dass er nur eine gute Tat vollbringen muss, um den Zauber aufzuheben. Diese sollte aber von Herzen kommen und nicht lediglich dem Ziel dienen, den Zauber loszuwerden. So nützt es ihm nichts, als er eine alte blinde Frau nach Hause trägt. Als er der alten Frau aber völlig selbstlos ihren Stock nachtragen will, verwandelt ihn das Waldmännlein zurück und versetzt ihn zudem wieder an den Ort an dem er Nastja getroffen hat. Iwan hat die Hoffnung aufgegeben und will sich in den Fluss stürzen. Dabei sieht er jedoch sein Bild im Wasser und macht sich überglücklich und voller Enthusiasmus auf die Suche nach Nastja.

Inzwischen ist es Winter geworden und Nastja wird von ihrer Stiefmutter verstoßen und von ihrem Vater im Wald ausgesetzt, da ein möglicher Freier für Marfuschka sich nur für Nastja interessierte. Nastja trifft dort im kalten Winterwald jedoch bald auf Väterchen Frost, der sie in sein Haus und in Sicherheit bringt. Nur sein Zepter solle sie nie berühren, erklärt er, denn es verwandle alle Dinge zu Eis.

Iwan begegnet auf seinem Weg durch die Wälder der Hexe Baba Jaga und ihrem wandelnden Häuschen. Da er sich von der Hexe Hilfe bei seiner Suche erhofft, gibt er ihrer Hütte mehrmals den Befehl sich herumzudrehen, damit er mit Baba Jaga sprechen kann. Die Hexe ist es schließlich leid und gibt einigen in der Nähe stehenden Bäumen mittels ihrer Zauberkraft den Befehl, Iwan in ihre Hütte zu schaffen, wo sie ihn in den Ofen schieben will. Iwan kann die Hexe überlisten, sodass diese selbst im Ofen landet (allerdings nicht verbrennt). Baba Jaga gibt zum Schein auf und gibt Iwan ein in einen Schlitten verwandeltes Schwein mit, das ihm den Weg zu Nastja zeigen soll. Allerdings fährt das Schlittenschwein nur sinnlos durch die Gegend und Iwan kann ihm nicht folgen.

Unterdessen schickt die Hexe ihren schwarzen Kater aus, um Iwans Liebste zu töten. Das Tier dringt in Väterchen Frosts Hütte ein und bringt Nastja dazu, dessen Zepter zu berühren, wodurch sie zu Eis erstarrt. Inzwischen hat Iwan aber mit Hilfe von Nastjas Hund, der ebenfalls auf die Suche nach ihr gegangen ist, den Weg zum Haus von Väterchen Frost gefunden. Als Iwan die eingefrorene Nastja vorfindet, entschuldigt er sich bei ihr für seine Beschimpfungen. Seine aufrichtige Liebe kann schließlich das Eis zum Schmelzen bringen und sie wieder zum Leben erwecken. Als Nastja erkennt, wie sehr Iwan sich verändert hat, verliebt auch sie sich in den jungen Mann und zusammen reisen sie in Nastjas Heimat zurück, nachdem Väterchen Frost beide reich mit Edelsteinen beschenkt hat.

Die Stiefmutter ist empört und schickt Marfuschka ebenfalls in den Wald, um einen reichen Mann zu finden. Die hässliche und faule Tochter benimmt sich jedoch unhöflich und fordernd gegenüber Väterchen Frost und kehrt deshalb zum Gespött des ganzen Dorfes allein auf einem von Schweinen gezogenen Kinderschlitten und mit einer Truhe voller Raben zurück. Zum ersten Mal ist nun auch die böse Stiefmutter sprachlos.

Iwan und Nastjenka werden derweil im Wald von den Räubern überfallen, die von Baba Jaga bezahlt wurden, sie zu töten. Mitten im Kampf fallen jedoch die Knüppel vom Himmel, die Iwan ein Jahr zuvor fortgeworfen hatte, und setzen die Angreifer außer Gefecht. Am Ende können die beiden jungen Leute endlich heiraten.
Quellen: Wikipedia, YouTube, Film screenshot - https://www.kino-teatr.ru/kino/movie/sov/3689/foto/a2847/460253/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77683690




Nichtkommerzieller Internethörfunk
IMPRESSUM
Folge uns
Danke für die Weiterempfehlung

Zurück zum Seiteninhalt